AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

I. Allgemeines

  1. Der Auftraggeber verpflichtet sich, die Geschäftsbedingungen sorgfältig zu lesen und vollumfänglich zur Kenntnis zu nehmen. Ohne schriftlichem Widerspruch vor Leistung der Anzahlung, gelten diese als akzeptiert.
  2. Die nachfolgenden allgemeinen Liefer- und Geschäftsbedingungen (im folgenden AGB genannt) gelten für alle von der Auftragnehmerin durchgeführten Aufträge, Angebote, Lieferungen und Leistungen.
  3. Die Vertragsparteien sind sich einig, dass ausschließlich die vorliegenden AGB der Auftragnehmerin gelten sollen. Abweichende Geschäftsbedingungen werden auch dann nicht Vertragsinhalt, wenn die Auftragnehmerin ihnen nicht ausdrücklich widerspricht. Abweichende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers erlangen keine Gültigkeit. 
  4. Von diesen AGB abweichende Vereinbarungen bedürfen der Schriftform und müssen als solche ausdrücklich gekennzeichnet sein. Haben die Vertragsparteien abweichende Vereinbarungen getroffen, so gehen diese den vorliegenden AGB vor.

II. Vertragsschluss und Vertragsgegenstand

  1. Grundlage für den Vertrag ist das jeweilige Angebot der Auftragnehmerin in welchem alle vereinbarten Leistungen sowie die Vergütung festgeschrieben werden. Die Angebote der Auftragnehmerin sind freibleibend und unverbindlich.
  2. Der Vertrag kommt mit der schriftlichen oder elektronischen Bestätigung des Angebotes, Zusendung des Auftrages oder nach erfolgter Anzahlung zustande.
  3. Die AGB gelten im Rahmen einer laufenden Geschäftsbeziehung auch ohne ausdrückliche Einbeziehung auch für alle zukünftigen Aufträge, Angebote, Lieferungen und Leistungen der Auftragnehmerin, sofern nicht ausdrücklich abweichende Regelungen getroffen werden.
  4. “Fotografien” im Sinne dieser AGB sind alle von der Auftragnehmerin hergestellten Produkte, gleich in welcher technischen Form oder in welchem Medium sie erstellt wurden oder vorliegen (Papierfotografien, Fotografien auf Leinwand, Fotografien in digitalisierter Form auf CD/DVD oder sonstigen Speichermedien, digitale (Bild)dateien, Dia Positive, Negative usw.).

III.  Leistung

  1. Die Auftragnehmerin ist bezüglich der Bildauffassung sowie der künstlerisch technischen Gestaltung zu jeder Zeit frei. Diesbezügliche Reklamationen sind ausgeschlossen.
  2. Bildstil, Bildbearbeitung und die Vorauswahl der Aufnahmen, welche dem Auftraggeber zur Auswahl übergeben werden, sind Bestandteil der gestalterischen Freiheit der Auftragnehmerin und unterliegen damit ihrem freien Ermessen. Der Auftraggeber hat keinen Anspruch auf Herausgabe oder Sichtung der digitalen Dateien, welche nicht von der Auftragnehmerin vorausgewählt werden.
  3. Beim Erwerb von digitalen Dateien erhält der Auftraggeber ausschließlich bearbeitetes hochauflösendes Bildmaterial im Format JPEG. 
  4. Die entstandenen Fotografien werden nach dem Fotoshooting von der Auftragnehmerin professionell bearbeitet, eine aufwändige (Beauty-)Retusche ist nicht enthalten. Auf Wunsch werden kleinere, temporäre Veränderungen, wie z.B. einzelne Pickel oder Kratzer entfernt. Dauerhafte Merkmale, die zu der Person gehören, werden nicht retuschiert. Ebenso werden keine Freistellungsarbeiten durchgeführt. 
  5. Die Erstellung und das Design von Print Produkten, wie zB. Alben, Fotoabzüge, Leinwand- und gerahmten Drucke unterliegen allein dem künstlerischen Ermessen der Auftragnehmerin, dies beinhaltet auch den Beschnitt und die Positionierung der Fotografien. 
  6. Sämtliches Equipment, welches für die fotografische Arbeit nötig ist, wird von der Auftragnehmerin bereitgestellt.
  7. Die Auftragnehmerin behält den Vergütungsanspruch für bereits begonnene Arbeiten. 

III. Nutzungs- und Urheberrecht

  1. Der Auftragnehmerin steht das Urheberrecht an allen von ihr fotografisch und auf andere Weise hergestellten Produkten zu. Der Auftraggeber darf die ihm zur Verfügung gestellten Fotografien nicht ändern, ergänzen, oder in irgendeiner Weise abändern oder manipulieren.
  2. Ohne anderslautende schriftliche Abrede im Auftrag, hat die Auftragnehmerin das unwiderrufliche Recht zur Verwendung der entstandenen Fotografien in unveränderter oder veränderter Form ohne Beschränkung des sachlichen, geographischen oder zeitlichen Verwendungsbereiches und für alle in Betracht kommenden kommerziellen und nicht-kommerziellen Nutzungszwecke.
  3. Die von der Auftragnehmerin hergestellten Fotografien sind grundsätzlich nur für den privaten und nicht für den kommerziellen Gebrauch des Auftraggebers bestimmt. Eine Weitergabe von Nutzungsrechten an Dritte bedarf einer separaten Vereinbarung in Schriftform.
  4. Bei allen Nutzungsarten der Fotografien im Internet oder Publikationen behält sich die Auftragnehmer das Recht vor als Urheberin der Fotografien genannt zu werden. Eine Verletzung des Rechts auf Namensnennung berechtigt die Auftragnehmer zum Schadenersatz. 
  5. Bei Veröffentlichung in sozialen Medien (z.B. Facebook oder Instagram) müssen Fotografien mit einem Link zum jeweiligen Profil der Auftragsnehmerin versehen werden. Bei einer digitalen Erfassung muss der Name der Auftragnehmerin mit den Bilddaten elektronisch verknüpft bleiben. Metadaten und Informationsdaten der Fotodatei dürfen nicht gelöscht oder verändert, damit die Auftragnehmerin jederzeit als Urheberin der Bilder identifiziert werden kann. 
  6. Im Fall der vereinbarungswidrigen Verwendung, Nutzung, Wiedergabe, Bearbeitung oder Verbreitung der Bilder, hat der Auftraggeber eine Vertragsstrafe in Höhe des dreifachen Preises der Fotosession für jeden einzelnen Vorfall zu zahlen. Die Geltendmachung eines darüberhinausgehenden Schadensersatzes bleibt vorbehalten. Unberechtigte Bilderverwendungen seitens des Auftraggebers werden nach der jeweils geltenden Honorarempfehlung der Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing (MFM) vergütet.
  7. Es besteht von Seiten des Auftraggebers kein Anspruch auf Honorar. 
  8. Die Nutzungsrechte an den Fotografien gehen erst nach vollständiger Bezahlung des vereinbarten Honorars auf den Auftraggeber über.

IV. Vergütung, Eigentumsvorbehalt

  1. Für die Her­stel­lung der Fotografien wird ein Hon­o­rar als Stun­den­satz, Tages­satz oder eine vere­in­barte Pauschale erhoben. Nebenkosten wie Reisekosten, Spe­sen, Req­ui­siten, Stu­diomi­eten etc. sind, sofern nicht anders vere­in­bart, vom Auf­tragge­ber zu tragen.
  2. Soweit der Auftragnehmer Kosten­vo­ran­schläge erstellt, sind diese unverbindlich. Treten während der Pro­duk­tion Kosten­er­höhun­gen ein, sind diese von der Auftragnehmerin anzuzeigen. Wird die vorge­se­hene Pro­duk­tion­szeit aus Grün­den über­schrit­ten, die die Fotografin nicht zu vertreten hat, so ist eine zusät­zliche Vergü­tung auf der Grund­lage des vere­in­barten Zei­thono­rars bzw. in Form einer angemesse­nen Erhöhung des Pauschal­hono­rars zu leisten.
  3. Bei Terminvereinbarung ist eine Anzahlung in Höhe von 20% fällig. Sobald die Anzahlung geleistet wurde, ist die Buchung definitiv und kann nicht mehr storniert werden. Die Anzahlung ist grundsätzlich nicht erstattbar.
  4. Das volle Honorar ist spätestens vor Beginn des Shootings zu begleichen (Zahlungseingang). Bis zur vollständigen Bezahlung werden von der Auftragnehmerin keine Leistungen erbracht. 
  5. Storniert der Auf­tragge­ber die Fotografen­buchung, steht der Auftragnehmerin ein Aus­fall­hono­rar zu. Dies wird wie folgt berech­net: Storno nach der Ver­tragsvere­in­barung: 25%; Storno 3 bis 7 Tage vor dem gebuchten Ter­min 50 %; ab 2 Tagen 100 % der vere­in­barten Gesamtsumme, auch wenn noch keine Anzahlung geleis­tet wurden.
  6. Print Produkte, wie zB. Alben, Fotoabzüge, Leinwand- und gerahmten Drucke gehen erst nach Eingang der Zahlung in vollständiger Höhe in den Druck und sind hernach nicht mehr stornierbar. Die Zahlung ist danach aufgrund der individuellen Fertigung nicht erstattungsfähig.
  7. Fäl­lige Rech­nun­gen sind sofort und ohne Abzug zu zahlen. Der Auf­tragge­ber gerät in Verzug, wenn er fäl­lige Rech­nun­gen nicht spätestens 30 (in Worten: dreißig) Tage nach Zugang einer Rech­nung oder gle­ich­w­er­ti­gen Zahlungsauf­forderung begle­icht. Dem Auftragnehmer bleibt vor­be­hal­ten, den Verzug durch Erteilung einer nach Fäl­ligkeit zuge­hen­den Mah­nung zu einem früheren Zeit­punkt herbeizuführen.
  8. Bis zur voll­ständi­gen Bezahlung des Kauf­preises bleiben die geliefer­ten Fotografien Eigen­tum und in den Hän­den des Auftragnehmers.

V. Termine, Ausfall

  1. Kann der Termin für das Shooting vom Auftraggeber aufgrund von höherer Gewalt (z.B. Unfall, Krankheit o.ä.) nicht durchgeführt werden, kann das Shooting verschoben werden, falls noch Termine frei sein sollten. 
  2. Sollte der Auftraggeber keinen Ersatztermin wünschen, gelten die Stornobedingungen in IV. 5.
  3. Die Auftragnehmerin behält sich das Recht vor, ein Shooting aufgrund höherer Gewalt (z.B. Unfall, Krankheit o.ä.), schlechtem Wetter und anderen unvorhersehbaren Ereignissen, welche außerhalb ihrer Kontrolle liegen, zu verschieben. Der Auftraggeber wird in diesem Fall so schnell wie möglich informiert und das Shooting wird auf den nächsten verfügbaren Termin verschoben. Sollte der Auftraggeber keinen Ersatztermin wünschen, kann die Anzahlung nicht zurückerstattet werden, der Restbetrag des Honorars wird allerdings in diesem Fall erstattet.
  4. Sobald die Anzahlung geleistet wurde, ist die Buchung definitiv und kann nicht mehr storniert werden. Die Anzahlung wird im Falle der Abwicklung des gesamten Auftrages angerechnet. Die Anzahlung ist nicht erstattbar. 
  5. Erscheint der Auftraggeber zu spät oder gar nicht zum Termin, kann das Shooting weder verlängert noch verschoben werden. Das Honorar ist gleichwohl in voller Höhe geschuldet.
  6. Wird das Shooting durch den Auftraggeber, gleich aus welchem Grund, abgebrochen, ist das vollständige Honorar fällig. 

VI. Haftung

  1. Für Schäden, gleich welcher Art, anlässlich der Vertragserfüllung haftet der Auftragnehmer für sich und seine Erfüllungsgehilfen nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Wird eine wesentliche Vertragspflicht leicht fahrlässig verletzt, so ist die Haftung auf den vorhersehbaren vertragstypischen Schaden begrenzt. Eine wesentliche Vertragspflicht ist bei Verpflichtungen gegeben, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages erst möglich macht oder auf deren Einhaltung der Auftraggeber vertraut hat und vertrauen durfte. 
  2. Eine darüber hinausgehende Haftung auf Schadensersatz ist ausgeschlossen. Die Haftung wegen schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit nach den gesetzlichen Bestimmungen bleibt unberührt. Dies gilt auch für die zwingende Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz. 
  3. Für Schäden oder Verlust der Fotografien haftet die Auftragnehmerin nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Bei einem Verlust oder der Beschädigung von Fotografien beschränkt sich die Ersatzpflicht im Falle von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit auf die Erstellung neuer Aufnahmen. Weitere Ansprüche (etwa bei Hochzeitsaufnahmen) entfallen. 
  4. Liefertermine für Fotos sind nur dann verbindlich, wenn sie ausdrücklich von der Auftragnehmerin bestätigt worden sind. Der Auftragnehmer haftet für Fristüberschreitung nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
  5. Die Organisation und Vergabe von Buchungen, als auch die Ausführung erfolgt mit größter Sorgfalt. Sollte jedoch auf Grund von Umständen, die die Auftragnehmerin nicht zu vertreten hat (z.B. plötzliche Krankheit, Verkehrsunfall, Umwelteinflüssen, Verkehrsstörungen etc.) kein Fotograf zu dem vereinbarten Fototermin erscheinen bzw. zu spät eintreffen, kann keine Haftung für jegliche daraus resultierenden Schäden oder Folgen übernommen werden. 
  6. Die Auftragnehmerin haftet für Lichtbeständigkeit und Dauer­haftigkeit der Lichtbilder nur im Rah­men der Garantieleis­tun­gen der Her­steller des Fotomaterials.
  7. Schäden, welche durch den Auftraggebern während des Shootings verursacht werden, müssen vom Auftraggebern getragen werden.
  8. Die Auftragnehmerin übernimmt keine Klärung von Rechten abgebildeter Personen oder Gegenständen, es sei denn, es wird ein entsprechend unterzeichnetes Release-Formular gegenüber dem Auftraggeber vorgelegt. Der Auftraggeber überlässt der Auftragnehmerin nur solche Objekte und Vorlagen, zu deren Verwendung er berechtigt ist und die frei von Rechten Dritter sind. Der Auftraggeber hat die Auftragnehmerin von Ersatzansprüchen Dritter freizuhalten, die aus der Verletzung dieser Pflicht resultieren. 
  9. Die Zusendung und Rück­sendung von Dateien, Bildern und Vor­la­gen erfolgt auf Kosten und Gefahr des Auftraggebers.
  10. Die Auftragnehmerin verwahrt die aufbereiteten Dateien für maximal 6 Monate und ist nach Ablauf dieser Zeit berechtigt, aber nicht verpflichtet, diese zu vernichten. Der Auftraggeber trägt ab Übergabe der Aufnahmen die alleinige Verantwortung für Verlust und Untergang. 

VII. Beanstandungen und Reklamationen

  1. Beanstandungen gleich welcher Art müssen innerhalb von 6 Werktagen nach Ablieferung der Fotografien bei der Auftragnehmerin schriftlich eingegangen sein. Nach Ablauf der Frist gelten die Fotografien als vertragsgemäß und mängelfrei angenommen.
  2. Bei Nachbestel­lun­gen kön­nen sich Farb­d­if­feren­zen gegenüber der Vor­lage oder den Erst­bildern ergeben. Eine Rekla­ma­tion ist hierdurch nicht berechtigt.
  3. Beim Kauf von digitalen Bilddateien werden diese bereits vor Ablauf der 14-tägigen Rückgabefrist zur Verfügung gestellt. Der Auftraggeber stimmt dem ausdrücklich zu. Eine Rückgabe ist daher nach erfolgtem Download der digitalen Dateien nicht mehr möglich.
  4. Soll­ten dig­i­tal erwor­bene Licht­bilder in Eigen­ver­ant­wor­tung durch den Auf­tragge­ber entwickelt/gedruckt wer­den, so übern­immt die Auftragnehmerin hier­für keine Haf­tung für die Qual­ität der Ergeb­nisse

VIII. Datenschutz

Zum Geschäftsverkehr erforderliche personenbezogene Daten des Auftraggebers können gespeichert werden. Die Auftragnehmerin verpflichtet sich, diese vertraulich zu behandeln und nur offen zu legen, wenn dies zur Erfüllung der Vereinbarung über die Fotosession erforderlich ist oder eine gesetzliche Verpflichtung besteht. 

IX. Sal­va­torische Klausel

Es gilt, auch im Fall von Lieferungen ins Ausland, deutsches Recht. Nebenabreden zum Vertrag oder zu diesen AGB bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Soweit Bedin­gun­gen der oben aufge­führten AGBs ganz oder teil­weise unwirk­sam sind oder wer­den, sind die übri­gen Bedingungen weit­er­hin wirk­sam. Die unwirk­same Bedin­gung wird durch die geset­zliche Regelung ersetzt.

25.09.2019